Meine PDA Geburt Erfahrungen

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BabyAdmin
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Hi, das auf dem Bild ist mein Mann Chris & ich mit unserem Töchterchen Mia.
Unsere Schwangerschaft war eine aufregende Zeit, in der wir viel Neues dazu gelernt & einige spannende Dinge entdeckt haben. Wir freuen uns Dich mit unserem Blog daran teilhaben zu lassen und wünschen Dir viel Spaß auf unserer Seite!

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Schmerzfreie Geburt durch Periduralanästhesie?

Für viele Frauen ist die Geburt leider automatisch mit Schmerzen verbunden und nicht selten werden sich in der Schwangerschaft schon viele Gedanken dazu gemacht. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, um Schmerzen einzuschränken oder sogar eine “fast“ schmerzfreie Geburt zu erleben. Eine dieser Methoden ist es, eine Periduralanästhesie (PDA) während der Entbindung durchzuführen. Was eine PDA genau ist, wie diese angewendet wird und was es sonst noch für Optionen gibt, Schmerzen bei der Geburt zu lindern, dass erklären wir Dir in diesem Artikel.

Was ist eine PDA?

Wie das Wort Periduralanästhesie schon vermuten lässt, handelt es sich um eine Anästhesie, sprich einer Betäubung. Sie gilt unter Ärzten als besonders schonendes Verfahren, um der werdenden Mutter während der Entbindung je nach Situation, die passende Dosis des Anästhetikums zur Schmerzlinderung zuzuführen.

PDA Geburt Erfahrungen

Da es sich hierbei um eine örtliche Betäubung handelt, wird diese direkt an den Wurzeln der Nerven, die den Schmerz ausstrahlen, gesetzt. Die Nerven selbst, die für die untere Region des Körpers verantwortlich sind, befinden sich in der Lendenwirbelsäule. Um an diese heranzukommen, wird ein Katheter (dünnes Plastikröhrchen), durch eine dünne Einstichstelle, in die Nähe Rückenmarkshaut gelegt. Die Wirkung tritt relativ schnell ein und betäubt den gesamten Bauchraum und Unterleib.

 

Wie funktioniert die PDA?

Also ich muss sagen, ich hatte eigentlich nicht vor, während der Entbindung eine PDA durchführen zu lassen. Im Laufe der Geburt hat mir aber meine Hebamme doch dazu geraten, was ich am Ende auch nicht bereut habe.

Die PDA wurde bei mir im Sitzen gelegt, die Stelle, an der diese hohle Nadel gesetzt wurde, hat mir der Arzt vorher örtlich betäubt, somit habe ich davon gar nichts mitbekommen.

Nachdem die Nadel am richtigen Punkt, dem sogenannten Periduralraum, gesetzt war, wurde durch diese ein kleines feines Röhrchen, der Periduralkatheter, eingeführt. Danach wurde die Nadel wieder entfernt, so dass nur noch das kleine Röhrchen am Ende herausgeschaut hat. Durch dieses konnte nun das passende Schmerzmittel zugeführt werden.

Schmerzmittel

Ich kann nicht mehr genau sagen wir lange es gedauert hat, bis ich die Wirkung gespürt habe, aber es ging ziemlich schnell. Mein gesamter unterer Körper wurde langsam taub, trotzdem habe ich die Wehen gespürt, aber eben nicht mehr als so schmerzhaft empfunden. Ich konnte trotz dieser Methode weiterhin bei den Wehen mithelfen, es war nicht so dass ich jetzt meinen Körper gar nicht mehr gespürt hätte. Die Wirkung selbst hat ungefähr zwei Stunden nach der Geburt nachgelassen.

Wann genau wird diese angewendet?

In der Regel wird die PDA erst während der Geburt durchgeführt und zwar wenn sich der Muttermund schon wenige Zentimeter weit geöffnet hat. Meistens, wenn vorher wie bei mir nichts Genaues besprochen wurde, geben die Hebamme oder Ärzte den Rat, solch eine PDA anzuwenden. Wenn es die erste Geburt ist, kann man sein Schmerzempfinden glaube ich sowieso nicht richtig einschätzen.

 

Welche Vorteile hat eine PDA?

Der Grund, weshalb eine Periduralanästhesie so häufig Anwendung in den Kreissälen findet ist, dass sie mit einigen Vorteilen einhergeht.

  • Die Anästhesie wirkt sich nicht auf das Neugeborene aus
  • Es kann, je nach Dosierung, eine "fast komplett" schmerzfreie Geburt erzielt werden
  • Die Wirkung setzt sehr schnell ein, ca 10 - 15 Minuten
  • Die werdende Mutter kann weiterhin bei den Wehen aktiv unterstützen
  • Je nach Dosierung, kann man seine Beine noch bewegen und ist nicht komplett betäubt
  • Sollte es noch zu anderen medizinischen Eingriffen, wie zum Beispiel einem Dammschnitt oder Kaiserschnitts kommen, kann dementsprechend weiteres Anästhetikum verabreicht werden

 

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Aber auch die Nachteile solch eines medizinischen Eingriffs sollte man nicht außer acht lassen. Über Komplikationen des Verfahrens an sich, die zwar eher selten vorkommen, aber trotzdem erwähnt werden müssen, klärt Dich der/die Anästhesist/in vor Ort auf, wenn es soweit ist. Natürlich kann ich Dir nur empfehlen, Dich schon mal vor der Entbindung genauer darüber zu informieren. Denn wenn es so spontan ist wie bei mir, bekommt man die Hälft gar nicht richtig mit.

schmerzfreie Geburt

Ich selbst habe keinerlei Nebenwirkungen bemerken können, muss aber dazu sagen dass ich generell mit Narkosen und dergleichen schon immer recht gut zurecht gekommen bin. Hier mal ein paar mögliche Begleiterscheinungen, die eintreten könnten:

  • Manchmal wird ein Blasenkatheter notwendig, da die Betäubung auch die Blase lähmen kann.
  • Eine längere Beobachtung der Mutter ist nach der Entbindung meistens notwendig, da es zu Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen, Fieber und Übelkeit kommen könnte.
  • Es werden auch bestimmte Hormone an der Freisetzung gehindert, die beim normalen Geburtsverlauf eine wichtige Rolle spielen. Dadurch können sich Wehe verlangsamen und Geburten dementsprechend verlängern. Außerdem wird oft zusätzlich ein Tropf gelegt, um bei einem eventuellen Abfall des Blutdrucks schnell entgegenzuwirken zu können.
  • Die Wahrscheinlichkeit eines Einsatzes von Saugglocke oder Zange ist erhöht.

Welche Möglichkeiten gibt es außer einer PDA?

Um eine Entbindung mit weniger, bis keinen Schmerzen zu erleben, gibt es auch noch andere Optionen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Hypnobirthing – Eine mittlerweile weit verbreitete Geburtsvorbereitung mit dem Namen Hypnobirthing findet immer mehr Anhänger. Dabei stehen Entspannungsübungen, Atemtechniken und Selbsthypnose im Vordergrund. Die Antwort darauf, wie man sich damit auf die Geburt vorbereiten kann, findest Du in unserem Blog.

hypnobirthing schmerzfreie geburt

PDA Geburt Erfahrungen & Geburtsvorbereitende Akupunktur

  • Spinalanästhesie – Diese Methode wird häufig verwendet, wenn während der Entbindung keine PDA gelegt wurde, am Ende aber z.B. ein Kaiserschnitt notwendig ist. Hierbei wird eine Nadel direkt in das Rückenmark gestochen, um dort das Schmerzmittel zu verabreichen.
  • Medikamente – Häufig werden Medikamente eingesetzt um Komplikationen zu vermeiden, den Geburtsverlauf zu vereinfachen und auch Schmerzen zu lindern.

Entbindung unter Medikamenten

  • Homöopathie – Viele Frauen schwören auch auf die Homöopathie zur Vorbereitung auf die Geburt. Einige Hebammen bieten solche Behandlungen gegen Wehenschmerzen, Angst und Unruhe an.
  • Aromatherapie – Viele Frauen sprechen gut auf diese Art der Behandlung an. Dabei werden ätherische Öle zur Massage oder aber in Verdampfern zum Einatmen genutzt.

Entbindung mit Homöophatie

  • Massagen – Zur Entspannung und Beruhigung
  • Wärme – Möglich mit Bädern oder Wärmepackungen

 

Unser Fazit

Wie schon erwähnt, war ich im am Ende froh dass bei mir eine PDA angewendet wurde. Im Laufe der Zeit haben wir aber von so tollen Sachen wie dem Hypnobirthing erfahren, dass ich mich bei meiner nächsten Schwangerschaft sicher mit dieser Gerburtsvorbereitung auf die Geburt einstimmen werde.

Wir hoffen wir konnten Dir mit diesem Beitrag weiterhelfen oder vielleicht auch etwas neues beibringen? Solltest Du Fragen oder Anregungen zu diesem Thema haben, oder Du Deine PDA Geburt Erfahrungen mit uns teilen möchtest, dann schreib uns gerne eine Mail oder Kommentar hier drunter!

Schau doch auch bei unseren anderen interesannten Themen vorbei, wir freuen uns sehr auf Deinen Besuch und Dein Feedback!

Bis bald…

Jessica, Chris & Mia

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